Tom Kha Gai

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Süße Kokosnuss, herb-frische Limette und wärmender Galgant…

Paps und I. werkten im Badezimmer. Bohren, Stemmen, Fluchen. Alte Fließen runter, neue Fließen rauf. In unregelmäßigen Intervallen tauchten sie auf; von Kopf bis Fuß von einer dicken Schicht Staub bedeckt, mit vereinzelten Putz-Brocken in den Haaren.
Mama und ich verbarrikadierten uns in der Küche, um nicht im Weg zu stehen, oder – noch schlimmer – in die Versuchung zu kommen, gute Tipps zu geben.

Als Belohnung für die fleißigen Handwerker gab’s zuerst eine kühle Dusche (allerdings auswärts, im Fitnesscenter – mit Sicherheit unser kürzester Besuch dort) und dann eine große Schüssel Tom Kha Gai, eine thailändische Hühner-Kokos-Suppe.

Das Rezept ist eine Mischung aus dem jenem aus diesem Buch (Fernweh beim Blättern garantiert) und einem, das wir von Thailand-affinen Freunden bekommen haben.

Zutaten (für 2 als Hauptspeise, oder für 4 als Vorspeise)

Zugegeben, für einige der Zutaten muss man ein bisschen weiter ausrücken, als bis zum nächsten Supermarkt – aber Korianderwurzel und Galgant lassen sich problemlos einfrieren, und fürs nächste Mal (die Suppe hat Suchtfaktor) hat man dann schon eine Vorrat, auf den man zurückgreifen kann.
Außerdem liebe ich Ausflüge in den Asia-Shop – da kann’s draußen noch so grauslich kalt und grau sein, drinnen herrscht ewiger Sommer. Günstiger bekommt man keine Fernreise.

2 Hühnerkeulen
2 (Frühlings)Zwiebel
400 ml Kokosmilch
2 Korianderwurzeln
4 Stängel Zitronengras
12 dünne Scheiben Galgant
8 Kaffirlimettenblätter (meine sind getrocknet)
evtl. 1 rote Chilischote
1 Limette
Korianderkraut
Fischsauce
Palmzucker (oder brauner Zucker)

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Zubereitung

1. Die Hühnerkeulen ausbeinen (Youtube hilft :) ).
Das Fleisch in kleine Stücke oder dünne Streifen schneiden und zurück in den Kühlschrank stellen.
Aus Knochen und Haut mit einem der Frühlingszwiebel, 800 ml Wasser und 1 TL Salz eine Suppe kochen (mein bester Freund in diesem Fall: der Schnellkochtopf).

2. In der Zwischenzeit aus dem zweiten Frühlingszwiebel, 1 Korianderwurzel, 2 Stängeln Zitronengras (beides in dünne Ringe geschnitten), 6 Scheiben Galgant und den 4 Limettenblättern unter Zugabe von etwas Kokosmilch im Blitzhacker (oder Mörser) eine grobe Paste herstellen.

3. Sobald die Suppe fertig ist, diese durch ein Sieb in einen anderen Topf gießen. (Fleisch, das noch an den Knochen hängt – je nachdem, wie geübt man im Ausbeinen ist – schmeckt gut in einem Sandwich.)
Gewürzpaste zur Hühnersuppe geben und 3 Minuten kochen lassen.
Anschließend erneut abseihen  (evtl. wieder zurück in den Suppen-Topf). Paste im Sieb mit einem Löffel gut ausquetschen.

4. Hühnerfleisch, restliche Korianderwurzel, Zitronengras, Galgant und Limettenblätter (alles als ganzes Stück) zugeben und etwa 7 Minuten kochen lassen.

5. Kokosmilch zugeben.
Mit Palmzucker (ca. 1 EL), Fischsauce (ca. 2 1,5 EL) und Limettensaft (von einer halben Limette – ruhig mutig sein, sonst erschlägt einen der Kokos) abschmecken.
Wer’s gern scharf mag, gibt noch die entkernte und klein geschnittene Chilischote dazu.

6. Mit frisch gehacktem Korianderkraut bestreuen und servieren.

Wir haben als „Sättigungsbeilage“ – Handwerken macht hungrig – noch ein paar separat gekochte Reisnudeln zur Suppe gegeben. Wahrscheinlich nicht authentisch, aber gut :)

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Rezept als PDF

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