Pulled Pork (aus dem Ofen)

DSC_8346

würzig, saftig, Amerika!

Manche gehen ins Hardrock Café wegen der T-Shirts. Wir waren immer wegen des Pulled Pork dort.
Pulled Pork, das verbinde ich immer mit einer schaukeligen Bootsfahrt an Bord der Maid of The Mist in Niagara Falls. Trotz Ganzkörper-Plastiksackerl bis auf die Haut waschlnass, da ist so ein würzig-saftig gefülltes Sandwich schon was Feines.

Das Geheimnis des Fleischs, das so weich ist, dass es mit der Gabel gepullt werden kann, ist die niedrige Gartemperatur und die daraus resultierende lange Garzeit.

Zugegeben, es handelt sich hier um einen ordentlichen Batzn Fleisch. Aber ein kleinerer Braten wird erstens leichter trocken und lohnt zweitens den Zeitaufwand nicht. Wobei Zeitaufwand hier vielleicht ein bisschen hochgegriffen ist, da die meiste Arbeit bei diesem Gericht eigentlich das Warten ist (insgesamt dauert es 48 Stunden).
Fertiges Pulled Pork (mit der Sauce gemischt) kann außerdem völlig problemlos eingefroren werden.

Zutaten  (für 10 ordentliche Portionen)

etwa 2 kg Schopfbraten
2 Zwiebel
4 Knoblauchzehen
7 getrocknete Feigen
1 Flasche Bier
2 große EL grobes Meersalz
2 große EL brauner Zucker
1 EL Oregano getrocknet
1 EL edelsüßes Paprikapulver
7 Pimentkörner
1 TL schwarze Pfefferkörner
1 TL Cumin
½ TL Zimt
1 TL Cayennepfeffer

IMG_2437

Zubereitung

1. Knoblauch schälen, halbieren und den Keim entfernen, dann fein hacken.
Pfeffer, Piment, Cumin und Oregano mit Salz und Zucker fein mörsern und anschließend mit Paprika, Zimt, Cayennepfeffer und Knoblauch vermischen.

2. Die Gewürzmischung gründlich in das Fleisch einmassieren. Dann in einen Bräter legen und 24 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
Am nächsten Tag das Fleisch 2 Stunden vor Beginn des Bratvorgangs aus dem Kühlschrank nehmen.
Den ausgetretenen Saft wegleeren.

3. Ofen auf 120° C vorheizen.
Zwiebel schälen und vierteln, Feigen halbieren. Beides Zum Fleisch in den Bräter geben.
Bier dazu gießen.
Falls man Besitzer eines Bratenthermometers ist, dieses tief ins Fleisch stecken (ist aber für den Erfolg des Gerichts nicht unbedingt erforderlich).

4. Den Bräter samt Deckel in den Ofen schieben und für etwa acht bis zehn Stunden (nein, das ist kein Tippfehler) dort lassen.
Einmal pro Stunde den Braten mit Saft übergießen und auch alle drei Stunden wenden.

5. Das Fleisch ist fertig, wenn die Temperatur 90° C erreicht hat (oder eine Gabel ohne geringsten Kraftaufwand hineingestochen werden kann.)
Den Ofen ausschalten und das Fleisch im Bräter über Nacht ruhen lassen.

6. Den Braten aus dem Saft heben und auf ein Brett legen. Das Fleisch mit zwei Gabeln zerzupfen. Die Stückchengröße kann man hier selbst bestimmen.

7. Die Feigen- und Zwiebelstücke aus dem Saft entfernen und diesen (direkt im Bräter) bei großer Hitze stark einkochen lassen .

8. Anschließend den Saft mit dem Fleisch mischen.

Serviert wird das Pulled Pork bei uns am liebsten in einem Burgerlaberl, getoppt von ein paar in Butter gebratenen Apfelscheiben, gemeinsam mit (nicht allzu würzigen) Ofen-Wedges und cremigen Coleslaw.

IMG_2452

Rezept als PDF

2 Gedanken zu “Pulled Pork (aus dem Ofen)

  1. Uh, das klingt ja wahnsinnig gut! Ohne Grill in einer Stadtwohnung und ohne Crockpot kommt ja eher schwer zum Pulled Pork. Mache ich auf jeden Fall bald nach :)

    Liebe Grüße,
    Leni

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


9 − sechs =

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>