Wochenschau KW 26

Gänsefuß-Saga, Episode 1: Cognac-Kirschen nach diesem Rezept (übrigens eine meiner Lieblingsanlaufstellen für Rezepte) für vorbereitet.

[Memo an mich: Memo von letzter Woche nicht vergessen – endlich den Abfülltrichter besorgen!]

[Memo Nr. 2 an mich: Nicht immer zu lange am Cognac schnüffeln.]

Dienstag

Mittag

Salat aus Heurigen (Surprise!) und Grazer Krauthäuptl: Erdäpfel in Scheiben geschnitten, kurz (in der Mikrowelle) erwärmt, mit Apfelessig und Kürbiskernöl (DIESES hier – best ever!) mariniert, geschnittenen Häuptl dazu und durchmischen – abschmecken.

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Abend

Pasta mit Bohnen: Speck (in diesem Fall Guanciale – Schweinebacke!) klein schneiden – über mittel-kleiner Hitze auslassen – in der Zwischenzeit Zwiebel fein schneiden – Hitze erhöhen und Speck knusprig braten – aus der Pfanne heben und über Küchenrolle abtropfen lassen – Zwiebel im Fett glasig schwitzen (Zeit lassen!) – daweil Bohnen (was grad zu Haus ist: kleine Weiße, Weiße Riesen, Borlottis, Cannelini…) abspülen, Knoblauchzehe schälen und halbieren, Salbeiblatt und Oreganostängel abzupfen – alles zum Speck geben, mitschwitzen, bis es duftet – ein Patzl Paradeismark dazu, kurz mitschwitzen – Bohnen und Passata dazu – Nudelwasser aufsetzen und das Sugo solange köcheln lassen, bis die Pasta fertig ist – Nudeln mit Sugo vermischen, eine Minute durchziehen lassen – auf die Teller, Speckwürfel und ordentlich Käse drüber – MAMPFFF.
(Dieses Gericht kann natürlich auch Vegetarisch: Dafür den Zwiebel einfach in Olivenöl anschwitzen.)

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Als Nachspeise einen Grießpudding aus dem Ofen nach dem Silberlöffel. Schön fest und doch cremig, süß durch Vanille und leicht herb durch Zitronenschale. Und natürlich Rumrosinen, massenhaft.

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Mittwoch

Mittag

Mittagsmenü: Artischocken-Kichererbsen-Eintopf mit Olivenbaguette. Sehr gut – wird bald daheim rekonstruiert.

Abend

Tagliatelle al ragù (die italienische Variante von Spaghetti Bolognese) – aus dem Vorrat im Tiefkühler – gekocht nach dem Rezept in Anhang dieses Buchs (Leseempfehlung!). Es gibt nix, das so praktisch (und beruhigend) ist, wie selbstgekochtes, portionsweise eingefrorenes Essen.
(Bild gibt’s keins – Hunger zu groß.)

Donnerstag

Nachmittag

Mamas Creme-Mango-Eis – das beste Mango-Eis von hier bis zum Äquator.

Abend

Gänsefuß-Saga, Episode 2: Esterházy-Boden vorbereitet. Die Reste davon warm als Nachspeise.

[Memo an mich Nr. 3: Irgendwann mal Esterházy-Torte machen – diese Mandelschaummasse taugt mir.]

Freitag

Früh

Gänsefuß-Saga, Episode 3 und 4: Sacher– und Nussboden vorbereitet. Reste davon warm als Frühstück.

Gänsefuß-Saga, Episode 5: Schoko-Buttercreme aus dem Sacher-Kochbuch.

[Memo an mich Nr. 4: Wenn dir dein Gefühl sagt, dass ein Rezept nicht so hinhauen wird, wie du es dir vorstellst, dann lass es lieber gleich. Obwohl, hätte die Buttercreme nach Bounty schmecken sollen, wäre alles gut gewesen. Naja, einfrieren kann man Buttercreme zumindest – bekommt I. in naher Zukunft eben mal Kokoskuppeln.]

Gänsefuß-Saga, Episode 6: die zweite Schoko-Buttercreme des Tages – diesmal nach dem bewährten Plachutta-Rezept. Geht doch.

„Resteverwertung“: Schoko-Mandel-Kirsch-Pralinen.
Die restlichen Cognac-Kirschen, eingewuzelt in Ganache (aus 1:1 dunkler Schokolade und Schlagobers), rundherum dann eine Schicht Marzipan (verknetet mit geriebenen Mandeln und ein bisschen Kirsch-Cognac), und abschließend noch in Zartbitterschoko getunkt.

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Gänsefuß-Saga, Episode 7: Fondant machen – allein die Zutaten dafür zu besorgen ist ein Halbtagesprogramm. Zumindest war die Apothekerin so nett, mir 30 ml Glycerin abzufüllen – ich hab mich schon durch halb Wien fahren gesehen. Alles in allem eine saumäßige Patzerei. Dabei mag ich Marzipan doch viel lieber…

Abend

Wok-Gemüse mit Tofu beim Lieblingschinesen.
So g‘schmackig knackig kenn ich das sonst nirgends.  Könnte daran liegen, dass Besitzerin Ying (eine herz-aller-liebste Person) das Gemüse persönlich am Großgrünmarkt aussucht, und nur frischeste, grünste und reifste Ware in ihre Küche darf. Deswegen kommt das Gericht auch immer ein bisschen anders daher: mal mit Pak Choi, mal mit Pilzen, dann wieder mit Erbsenschoten.
(Besonders empfehlenswert ist dort übrigens auch die Peking-Ente – im Gegensatz zu vielen anderen China-Restaurants werden dort Palatschinken und Sauce nämlich selbst gemacht!)
Wer also mal in der SCS ist, könnte danach dort vorbeischauen.

Als Nachspeise dann Gatschtorte – ein langbewährtes Familienrezept: Biskotten (Qualität ist hier entscheidend!) auf einer  Seite mit Marillenmarmelade (vorzugsweise selbstgemacht) bestreichen – mit der anderen Seite voran in Rum-Kaffee tauchen und in eine Schüssel schlichten, bis sie fast voll ist – mit einem Teller beschweren und einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen – kurz vor dem Servieren Schlagobers cremig schlagen und die Torte verzieren.
Gatschtorte wird ausschließlich in der dieser selbstbemalten Schüssel serviert, und in diese Schüssel kommt sonst nix anderes.

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Samstag

Früh

Resteverwertungs-Eiweiß-Omelette aus 12 Eiklar: Eiweiß mit ausreichend Salz und ein bisschen Pfeffer (und nach Lust und Laune auch einem Schluck Schlagobers) gründlich verschlagen – ordentlich Butter in einer großen, beschichteten Pfanne schmelzen – Eiweiß hinein – auf mittel-kleiner Hitze NUR STOCKEN LASSEN (nicht rühren, sonst tritt Flüssigkeit aus!) – Luftblasen aufstechen – kurz vor Fertig das Omelette einmal wenden (je nach Größe als Ganzes oder in Teilen).

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Danach noch ein paar Spalten Galia-Melone – von der „Juices all over your face“-Sorte.

Vormittag

Gänsefuß-Saga, Episode 8: Fondant ausrollen – Schnappatmung – doppelte Schnappatmung, bitte nicht reißen – über die Torte legen – passt, wackelt und hat Luft – Brush Embroidery (unter Anleitung von diesem Video) mit Eiweißglasur.
So weit, so gut – man könnte fast an ein Happy End glauben. Aber dann:

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Abend (Primetime)

Gänsefuß-Saga, Staffelfinale: Zuerst schlug die Pyrotechnik-Abteilung des Restaurants zu und krönte die Torte mit Special Effects in Form von bewundernswert ausdauernden Sprühkerzen. Das hat man davon, wenn man Eigeninitiative als Softskill gelten lässt.
Und gerade, als wir uns von diesem Inferno erholt hatten und uns ein zweites Stück Torte genehmigen wollten, passierte das:

Man darf gespannt sein, was die nächste Staffel (Erstausstrahlung frühestens in einem Jahr) bringen wird.

Sonntag

Die nächsten zwei Wochen kümmere ich mich jetzt um das Essverhalten anderer – nämlich dem von alpinen Ameisen. Von Innsbruck bis zum Gardasee überqueren wir die Berge und füttern das Krabbelgetier mit Läuterzucker, Erdnussbutter und Dosenthunfisch.
Aber mal schauen, vielleicht wird ja aus dem Ameisen-Transekt eine Knödel-Kartierung und es gibt doch die eine oder andere kulinarische Anekdote zu erzählen.